Der Desktop-PC – einfach unverzichtbar
Im Gegensatz zum mobilen Laptop wird der am Arbeitsplatz fest installierte Computer allgemein als Desktop-Computer oder Desktop-PC bezeichnet. Diese Bezeichnung stammt noch aus den Anfangszeiten, als Festplatte, Arbeitsspeicher und Grafikkarte in einem flachen Gehäuse auf dem Schreibtisch Platz fanden. Im Laufe der weiteren Entwicklung nahm schließlich neben Größe, Komponentenanzahl und Leistung auch die Arbeitstemperatur deutlich zu. Es wurde daher notwendig, die Gehäuse zugunsten besserer Luftzirkulation und nicht zuletzt einfacherer Aufrüstbarkeit zu vergrößern. Es entstanden die heute üblichen Tower-Gehäuse, welche ebenfalls als Desktop-Computer bezeichnet werden, aber nicht mehr auf dem Schreibtisch, sondern in der Regel darunter ihren Platz finden.
Im November 2011 konnte zwischen drei prinzipiellen Bauarten unterschieden werden. Der hier einfach als Tower-PC bezeichnete Typ besteht aus dem Tower als Hauptkomponente und den an ihn angeschlossenen, externen Komponenten Monitor, Maus, Tastatur sowie weiteren optionalen Zusatzgeräten. Sein heutiger Haupteinsatzort ist dort, wo hohe Leistung und lange Betriebszeiten gefordert werden. Neben Firmen betrifft dies Forschungs- und Bildungseinrichtungen, aber auch Privatanwender aus dem Gaming-Sektor. Hintergrund ist hier, dass höhere Beanspruchung zu schnellerem Verschleiß führt und einzelne Komponenten daher öfter auszutauschen sind, ohne dass dies den Kauf eines neuen Komplettsystems erfordert. Gerade im Gaming- und Forschungssektor möchte man die Hardware oft auf dem neuesten Stand der Entwicklung halten, weshalb insbesondere Grafikkarten besonders häufig ausgetauscht werden. Im Handel erhältliche Komplettsysteme sind in der Regel Kompromisslösungen zwischen Preis, Qualität und Leistung, die sich für den jeweiligen Anbieter rentieren müssen. Der erfahrene Privat-Entwickler oder Hobby-Gamer mit oft überdurchschnittlichen Erwartungen hinsichtlich der Systemleistung, ist daher gezwungen, die Einzelkomponenten preisgünstig von unterschiedlichen Händlern zu kaufen und anschließend selbst zu montieren. Für ihn gibt es derzeit keine Alternative zum Tower-PC.
Vorteil der Mini-PCs ist in erster Linie die flexible Wahl des Aufstellungsortes. Nachteile gegenüber den Tower-Systemen entstehen durch den geringen Innenraum. Er begünstigt die Bildung von Hitzestau und schränkt außerdem die Bestückung mit zusätzlicher beziehungsweise neuer Hardware ein.
So genannte All-in-one-PCs vereinen Monitor und Rechner in einem Gehäuse. Lediglich Maus und Tastatur müssen über externe Anschlüsse verbunden werden. Der durchschnittliche Nutzer wechselt zunehmend zu dieser Bauart, da innovative Chips immer schlankere und damit Platz sparende Designs ermöglichen. Doch nicht allein Platzgründe beeinflussen die Kaufentscheidung. Der moderne Kunde verbindet auch seinen persönlichen Lifestyle mit den Produkten, so dass das optische Design entgegen jeder Rationalität nicht selten Kauf entscheidend ist.
Die Klasse der Nettop-Computer erfüllt lediglich eine Reihe von Basis-Anforderungen wie das Surfen im Internet, Ausführen von Web-Applikationen, Betrachten von Dokumenten oder auch die Wiedergabe von Audio- und Video-Dateien. Sie bestechen in erster Linie durch kleine Preise, geringen Energieverbrauch, sparsamen Platzbedarf und sind nicht für anspruchsvolle Anwendungen konzipiert.
Desktop-PCs machen auf dem gesamten PC-Markt zwar nur noch insgesamt 20 Prozent aus, sind jedoch aufgrund der genannten Eigenschaften für bestimmte Nutzergruppen unverzichtbar.
