Geräuscharme CPU-Wasserkühler
Werden CPUs intensiv beansprucht, wie dies zum Beispiel bei umfangreichen Berechnungen der Fall ist, entstehen Temperaturen von bis zu über 100 °C. Ist die CPU solchen Temperaturen länger ausgesetzt, kommt es zu Hitzeschäden an den hochempfindlichen Bauteilen. Um dem entgegenzuwirken, kommen auf der CPU-Oberfläche so genannte Kühlkörper zum Einsatz, welche die entstandene Wärme schnell von ihr wegtransportieren. Kühlkörper selbst bestehen aus Aluminium, Kupfer oder einer Kombination aus beiden Elementen. In Wasserkühlungen geben die Kühlkörper ihre Wärme nicht sofort an die Umgebungsluft ab, sondern zunächst an Wasser, dessen Wärmeleitfähigkeit deutlich über der von Luft liegt. Stellt die Wasserkühlung selbst schon eine Anpassung an die gestiegenen Kühlungsbedürfnisse dar, führten die weiter steigenden Anforderungen ihrerseits zu neuen Formen der Wasserkühlung. Hier unterscheidet man zwischen Kühlungen mit aktiver und passiver Kühlung. In passiven Kühlungen durchströmt das Wasser einen Radiator, welcher die Wärme an seine Umgebungsluft abstrahlt. Aktive Systeme unterscheiden sich dahingehend, dass am Radiator angebrachte Ventilatoren für eine kühle Luftströmung sorgen, welche die Wärme schneller abführt.
Zu den wesentlichen Bestandteilen derzeit erhältlicher CPU-Lüfter gehören ein Kunststoff- oder Metalldeckel mit Anschlussgewinden und einer Haltevorrichtung sowie eine Kupferbodenplatte mit Kühlstruktur. CPU-Kühler bestehen aus dem Kühlkörper, einer Pumpe, einem Ausgleichsbehälter, einem Radiator, einem Lüfter bei aktiver Kühlung, Schläuchen, Kühlwasserzusatz und diversen anderen Kleinteilen, wie zum Beispiel Montageschrauben und Kühlwasserthermometer. Die Pumpe verursacht eine Wassermassenbewegung im Kühlkreislauf und damit den Wärmetransport. In den Kühlkörpern erfolgt die Aufnahme der Abwärme, die anschließend zum Radiator geleitet wird. Hier erfolgt die Wärmeabgabe an die Umgebungsluft. Neuere Systeme vereinen Radiator mit Lüfter, Ausgleichsbehälter und Pumpe in einem Gehäuse. Lediglich die Anbringung der Kühlkörper findet im Computer statt, während die Verbindung zum Kühlsystem über Schläuche realisiert wird. Nachteil dieser Systeme bilden die kleinen lauten Lüfter. Auf der CeBIT 2012 stellte Cooler Master das neue Komplettsystem Eisberg vor, das aus einem kupfernen Kühlkörper, einem Radiator und einer Pumpe besteht. Das Modell wird in drei variablen Schlauchlängen erhältlich sein. Dementsprechend kommen dann auch ein bis drei 120mm-Lüfter bei der Kühlung zum Einsatz. Exakt über dem Kühlkörper befindet sich ein Ausgleichsbehälter, mit sichtbarem Füllstand und wieder befüllbarem Behälter. Der Einsatz einer Eheim-Pumpe sorgt für geräuscharmen Betrieb und die Kupfer-Kühlstruktur lässt deutliche Leistungssteigerungen im Vergleich zu bisherigen Wasserkühlsystemen erhoffen. Markteinführung des Modells Eisberg ist höchstwahrscheinlich noch im Mai dieses Jahres. Die kleinere Variante wird zu einem Preis von 129,00 Euro in den Handel kommen. Derzeit sind neben qualitativ sehr hochwertigen Modellen zu entsprechend hohen Preisen auch erschwinglichere Einsteigermodelle auf dem Markt zu finden. Preisvergleiche und Testergebnisse zu verschiedenen CPU-Wasserkühlungen sind auf diversen Internetseiten zu finden.
